Blähungen

Blähungen kennt jeder, vor allem nachdem man blähende Speisen zu sich genommen hat. Im Schnitt befinden sich im nüchternen Zustand bis zu 200 ml Gas im Dünn- und Dickdarm. Pro Tag gehen bei einem Menschen in etwa 0,5- 1,5 l Gas ab, das entspricht in etwa 10-20 Pupsen pro Tag. Im medizinischen Fachjargon spricht man auch von „Flatulenzen“. Kommen Blähungen im Übermaß vor, kann dies bei Patienten zu einer ausgeprägten emotionalen Belastung führen. Außerdem kann es infolge der erhöhten Bauchwandspannung und Empfindlichkeit des Darms zu starken Schmerzen führen. Und diese möchte man möglichst nachhaltig loswerden.

Zusammensetzung von Blähungen

Flatulenzen bestehen aus fünf Gasen: Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Methan und Kohlenstoffdioxid. Die Zusammensetzung dieser Gase schwankt je nach Zusammensetzung der Bakterien in unserem Darm. Der Geruch der Gase entsteht durch bakterielle Gärungsprozesse im Rahmen der Verdauung, wobei Schwefelwasserstoff entsteht.

Gründe für Blähungen

Wir beobachten sehr häufig ein vermehrtes Auftreten von Blähungen im Rahmen einer bakteriellen Fehlbesiedlung im Darm, wie sie zum Beispiel nach Antibiotikaeinnahme oder bei Patienten mit einem Reizdarmsyndrom vorkommt. Hierbei nehmen vor allem die gas- und histaminbildenden Bakterien überhand und sorgen somit für ein Übergewicht der Fäulnisflora. Übersteigt die Gasbildung im Darm dessen Kapazität zur Rückresorption über die Schleimhaut (auch „Diffusion“ genannt), dann kommt es zu den typischen Beschwerden.

Ursachen für Blähungen herausfinden und beheben

Anhand von Wasserstoff- Atemtests (auf Fruktose und Laktose) kann eine bakterielle Fehlbesiedlung als Ursache schnell detektiert werden. Eine individuelle Darmsanierung kann dann in den meisten Fällen schnell für Abhilfe sorgen.