Der Herbst ist da – und damit auch die Kürbiszeit

Auch wenn dieser goldene Herbst sich ohne nennenswerten Übergang an einen langen, heißen Sommer anschließt, so lässt es sich doch nicht leugnen: Jetzt ist er da! Die Tage werden kürzer und auch am Morgen zieht man gern schon eine Jacke drüber. Und zu dem herbstlichen Geschehen da draußen gesellt sich unsere genetisch vorprogrammiertes Verlangen nach dem Rückzug ins kuschelige Eigenheim mit heißem Tee bei Kerzenschein. Nach einem schönen Spaziergang im Herbstwald, wenn die Sonne nicht ganz so wärmt und man etwas zu frösten beginnt, dann tut vor allem eins gut: eine wärmende Suppe! Und was passt da im Herbst am besten: Kürbissuppe! Denn Kürbis wärmt von innen.

Kürbis – eine Beere – viele Sorten

Der Kürbis ist botanisch gesehen eine Beerenfrucht und wird schon sehr, sehr lange angebaut. Da die wilden Formen aber noch einen hohen Anteil an Bitterstoffen besaßen, wurden zunächst eher die von ihrem Nährstoffgehalt sehr wertvollen Kürbissamen verwendet. Heute gibt es im Handel die nicht-bitteren Sorten und die in einer großen Vielfalt: Baby Bear, Hokkaido, Butternuss, Bichofsmütze, Turbankürbis, Muskatkürbis, Spaghettikürbis….

Hinweis: Sollte ein Kürbisgericht dennoch bitter schmecken, dann entsorgen Sie es bitte! 

Kürbis – Kalorienarm und nährstoffreich

Der Kürbis hat mit 90 % einen sehr hohen Wasseranteil. Und auch wenn er in der Summe nicht sehr viele Kalorien aufweist, so lockt er mit seinem vorhandenen Zucker doch das Insulin. Man sollte ihn demnach in Maßen in eine ausgewogene Ernährung einbauen. Neben den Vitaminen B und C und Beta-Carotin (der Vorstufe des Vitamin A), sind im Kürbis Ballaststoffe und Mineralstoffe enthalten: z.B. Kalium (gut für die Regulation des Wasserhaushalts) und Kieselsäure (gut für Bindegewebe, Haut und Nägel). Der Nährstoffgehalt unterscheidet sich stark – je nach Sorte!

Hinweis: Bei einer FODMAParmen Diät ist es wie immer wichtig vor allem auf die Menge zu achten, denn meist sind kleinere Mengen noch verträglich, größere nicht mehr. So ist es auch beim Kürbis: bei Hokkaido, Speise- und Spaghettikürbis z.B. ist der FODMAP-Gehalt niedrig. Bei Butternut- bzw. Butternusskürbis wird hingegen der Gehalt als hoch eingestuft bei einer Menge von über 200g.

Zudem kann in Kürbis – je nach Sorte – unterschiedlich viel Fruktose enthalten sein, in einem ungünstigen Fructose-Glucose-Verhältnis. In der Karenz-Phase sollte also darauf verzichtet werden. Danach kann die Menge, die noch ohne Probleme vertragen wird, individuell ausgetestet werden.

Kürbis – eine Frucht – ganzheitliche Nutzung

Für die Verwendung von Kürbis gibt es neben der klassischen Kürbissuppe auch noch viele weitere Möglichkeiten der Verwendung in der Küche: z.B. als Chutney, Marmelade oder sogar im Kuchen. Ganz schnell und einfach geht es aber mit ein paar anderen Gemüsesorten als sogenanntes Ofengemüse: den Kürbis (und anderes Gemüse) in Scheiben schneiden, mit Öl beträufeln, nach Bedarf würzen und im Ofen ca. 30 Minuten backen.

Neben dem eigentlichen Kürbis und seinem Fruchtfleisch sind vor allem aber auch seine Kerne aus der heutigen Ernährung nicht weg zu denken. Die Kürbiskerne haben z.B. einen hohen Gehalt an antioxidativen Inhaltsstoffen und unterstützen somit unsere Abwehrkräfte. Und auch das Öl aus den Kernen kann mit einem beachtlichen Spektrum an ernährungsphysiologisch hochwertigen Fettsäuren aufwarten. Hinzu kommen noch jede Menge Vitamine (Vitamin E, A, C, D und einige B-Vitamine) und viele Mineralstoffe. Durch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wird dem Öl eine antioxidative und cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt.