Erkältungszeit – was kann ich essen?

Die Erkältungswelle reißt nicht ab. Also sollte man zusehen, dass man sein Immunsystem stärkt. Inwieweit ein gesunder Darm wichtig für ein funktionierendes Immunsystem ist hatten wir ja bereits erklärt. https://optiprevent.de/das-immunsystem-im-darm/

Darüber hinaus kann man aber auch mit der Ernährung etwas Gutes für sich tun und seine Abwehrkräfte damit unterstützen.

Die Vitamin-C-Booster

Es ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass Vitamin C das Infektionsrisiko senkt und die eigenen Abwehrkräfte unterstützt. Zudem soll es dabei helfen, dass eine Erkältung nicht ganz so lange dauert und nicht ganz so stark ausgeprägt ist. Und was enthält viel Vitamin C (Ascorbinsäure)? Natürlich die Zitrone – so der allgemeine Glaube. Das ist zwar richtig, aber viel mehr findet man beispielsweise in Camu-Camu. Diese Früchte sind zusammen mit der australischen Buschpflaume die Vitamin-C-reichsten Früchte der Welt und gehören zu den sogenannten Superfoods. Auch die Acerola-Frucht – ein weiteres Superfood – hat einen hohen Vitamin C Gehalt zu bieten. Superfood, das bedeutet leider meist: vom anderen Ende der Welt! Aber auch die bei uns heimische Hagebutte hat 20mal mehr Vitamin C als eine Zitronenfrucht. Und auch einige Kohlsorten wie zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl oder Rosenkohl können mit den Mengen an Ascorbinsäure von Zitrusfrüchten mithalten. Allerdings genießt man Kohl meist gekocht und nicht roh, so dass einiges an Vitamin C beim Kochen leider verloren geht. Ansonsten kann man auch mit Sanddorn, schwarzen Johannisbeeren, Ingwer, Knoblauch, Spinat, Paprika oder Petersilie seinen Bedarf an Vitamin C decken.

Entzündungshemmend & antibakteriell

Neben der Zufuhr von Vitaminen ist natürlich auch eine zusätzliche entzündungshemmende Unterstützung in der Erkältungszeit sehr sinnvoll. Der „Geheimtipp“ gegen oder bei Erkältung ist ja Tee aus frischem Ingwer gebrüht – und sicherlich auch schon vielerorts bekannt. Man kann Ingwer aber auch sehr gut in einem herzhaften Essen oder auch nur einer wärmenden Suppe mit kochen. Das wärmt nicht nur von innen, Ingwer ist generell durchblutungsfördernd – auch die Nasenschleimhäute werden besser durchblutet. Gleichzeitig wirkt Ingwer beruhigend auf unsere Verdauung und wird gern gegen Übelkeit empfohlen.

Ein zweites, für die kalte Jahreszeit geeignetes Heiß-Getränk mit entzündungshemmendem und immunstärkendem Effekt ist das neue Kult-Getränk Golden Milk. Dabei handelt es sich eigentlich um das Gewürz Kurkuma, das man auch gern zum Würzen von Gerichten benutzten kann. Aber gerade bei einer beginnenden Erkältung oder vorbeugend nach einem ausgiebigen Spaziergang an der frischen, kalten Luft ist so eine heiße Milch mit einer Kurkuma-Mischung zum Aufwärmen gut geeignet. Diverse Gewürzmischungen für Goldene Milch gibt es bereits im Handel fertig zu kaufen. Hierbei sollte vor allem darauf geachtet werden, dass nicht noch extra Zucker zugefügt wurde. Und neben normaler Kuhmilch schmeckt Golden Milk auch sehr lecker mit Hafer- oder Mandelmilch.

Und das älteste Hausmittel der Welt, das viele von uns sicher schon von ihren Großmüttern kennen, ist und bleibt in unseren Breitengraden die Zwiebel. Sie wird zusammen mit dem Knoblauch als „natürliches Antibiotikum“ gehandelt. Vorbeugend kann man Zwiebeln und Knoblauch also ausgiebig und viel in die Küche mit einbinden. Leider muss man allerdings bei deiner FODMAP-armen Diät darauf verzichten. In diesem Fall dann auf eines der zuvor genannten Heißgetränke zurückgreifen.

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Immunsystem

Und da ist sie wieder: die Empfehlungen ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Und das hat nicht nur den Grund, dass das so gesund ist, die Verdauung bzw. die Darmflora positiv beeinflusst und das bei meist wenig Kalorien. Die enthaltenen Mineralstoffe, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe haben zum Beispiel den Job, freie Radikale abzufangen, so dass unsere Zellen vor Schäden geschützt werden. Und sie stärken damit auch unsere Abwehrkräfte. Also schön zugreifen bei Heidelbeeren, Äpfeln, Kohlsorten und Co. Auch in Chiasamen sind neben den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren Flavonoide enthalten, die das Immunsystem unterstützen. Und im Weizengras ist neben dem entgiftend wirkenden Chlorophyll auch viel Vitamin C und Zink enthalten. Gerade Zink gilt neben der Ascorbinsäure als sogenannter Immun-Booster: Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen, da es fast überall im Körper gebraucht und in über 300 Enzymen eingebaut wird. Leidet man unter einem Zinkmangel, ist eines der ersten Symptome eine deutliche Infektanfälligkeit. Im Umkehrschluss ist es also ratsam, präventiv für eine ausreichende Zink-Zufuhr durch unsere Nahrung zu sorgen, um nicht auf Ergänzungsmittel zurückgreifen zu müssen. Am besten kann unser Körper zwar das Zink aus tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Eiern, Milch und Käse aufnehmen. Aber auch in Nüssen und Kernen, Haferflocken, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten ist viel Zink enthalten.

Und natürlich darf man nicht vergessen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen! Die Schleimhäute trocknen nicht so schnell aus, gerade in dieser Jahreszeit mit den geheizten Innenräumen. Und es hilft dabei, alles schnell wieder aus dem Körper auszuleiten. Kräutertees eignen sich in diesem Zusammenhang sehr gut, vor allem, wenn man dann doch schon ein paar Symptome wie z.B. Halsschmerzen zeigt (z.B. Salbei).

Wir von Optiprevent wünschen Ihnen weiterhin eine schöne und erkältungsfreie Winterzeit!