Fastenzeit – woher kommt sie und was bringt sie?

Es ist wieder soweit: Die sehr bunte und vor allen Dingen sehr ausgelassene Faschingszeit steigert sich bis zu Ihrem Höhepunkt, dem Rosenmontag. Danach geht es vorbei und dann folgt die Katerstimmung, sprich Aschermittwoch – und die Fastenzeit! Gerade in den Tagen nachdem viele bei Karneval, Fasching und Fasnacht ausgelassen gefeiert und auch gern etwas über die Stränge geschlagen haben, wird die in unseren Breitengraden ursprünglich vom christlichen Glauben hergeleitete vor-österliche Fastenzeit von vielen dazu genutzt, wieder etwas kürzer zu treten. Dabei geht es den meisten nicht unbedingt wirklich ums Fasten, vielmehr um den Verzicht: z.B. bis Ostern keinen Alkohol zu trinken oder keine Süßigkeiten zu essen oder beides. Einfach mal nach dieser „maßlosen“ Faschingszeit eine Weile lang wieder „Maß halten“.  Das ist auch mehr oder weniger der ursprüngliche Gedanke der 40 Tage Fastenzeit vor Ostern. Und das ist gewiss schon ein guter Anfang. Demgegenüber steht das tatsächliche Fasten, welches in seinen verschiedenen Formen und Facetten nicht nur sinnvoll, sondern eine wahre Wohltat für unseren Körper ist!

Was genau versteht man eigentlich unter Fasten?

Das Fasten leitet sich tatsächlich von der Enthaltsamkeit ab. Jedoch versteht man unter Fasten eben nicht nur den Verzicht einzelner Nahrungsmittel wie im oben genannten Beispiel: Dann spricht man eher von Abstinenz! Andererseits bedeutet Fasten auch nicht zwangsläufig, dass man gar nichts mehr zu sich nehmen darf! Und in unserer heutigen Zeit wird das Fasten auch gern auf andere Bereiche unseres Alltages ausgeweitet: z.B. das digitale Fasten, also der zeitweise Verzicht von Handy, Internet und Co.!

Das Fasten ist in vielen Kulturen verankert und auch die alten Griechen haben es schon praktiziert bzw. waren sich ihrer positiven Wirkungen auf Körper und Geist bewusst. Damals wie heute gab und gibt es verschiedene Arten von Fasten: ganz ohne jegliche Nahrungsaufnahme, nur bestimmte Nahrungsmittel dürfen gegessen bzw. sollen vermieden werden oder aber die Nahrungsaufnahme wird z.B. auf bestimmte Tageszeiten begrenzt.

Warum sollten wir ab und an ein paar Fastentage einlegen?

Wir leben in einer Zeit des Überflusses: Es gibt alles und das ständig, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wann immer ich ein Gefühl von Hunger verspüre, ich einfach nur in die eigene Küche gehen muss und dort fündig werde. Und sollte mal nicht genau das dabei sein, wonach mir gerade der Sinn steht, dann gibt es neben all den Supermärkten mit den unendlich langen Öffnungszeiten an 6 Tagen in der Woche noch immer Unmengen von Restaurants und Imbissbuden oder die gute alte Tankstelle. Unser Körper ist nur leider so gar nicht darauf ausgelegt, rund um die Uhr mit Nahrung „versorgt“ zu werden. Vielmehr bedeutet das für den Körper Stress, denn der Verdauungsprozess führt nicht nur zu einem Anstieg an Energiebedarf, die Nahrungsverwertung stellt auch jedes Mal einen kleinen Entzündungsprozess da. Und so geht es nicht nur den offensichtlich nicht gesund ernährten Menschen bei ständiger Nahrungsaufnahme nicht gut. Auch die vermeintlich gesunden Snacks wie Nüsse oder Gemüse-Sticks sollten nicht andauernd geknabbert werden. Der Körper braucht Phasen ohne Nahrungsaufnahme, damit er nicht von der Verdauung abgelenkt wird und sich mit der Regeneration und der Entgiftung beschäftigen kann. Wir haben zudem genügend Energiereserven in unserem Körper, die von ihm mühelos angezapft werden können. Doch stattdessen füllen wir mit dem ständigen Naschen unsere bereits vollen Depots immer mehr, bis sie überlaufen und zu Übergewicht, Bluthochdruck und zu hohen Zuckerwerte führen!

Viele Menschen fühlen sich dauerhaft müde, schlapp, antriebslos, unkonzentriert, irgendwie gealtert mit chronischen Schmerzen, aber doch nicht richtig krank und bemängeln ihre eher fade Ausstrahlung. Und sie meinen, das durch noch mehr Energiezufuhr kompensieren zu müssen: falsch! Fasten – in all seinen Facetten und unabhängig von der Dauer der Fastenzeit – kann  wesentlich dazu beitragen, dass wir uns wieder fitter, leistungsfähiger und konzentrierter fühlen.

Die Entgiftung wirkt sich auch auf unser Erscheinungsbild positiv aus: Fasten wird gern auch als Anti-Ageing-Geheimwaffe bezeichnet! Zudem regulieren wir durch ein paar Tage oder auch nur ein paar Stunden Nahrungsverzicht unseren Blutzuckerhaushalt, entwickeln wieder ein viel bewussteres Gefühl für Hunger und Sättigung und können uns auch auf eine intensivere Geschmackswahrnehmung freuen. Am besten nutzt man die Fastenzeit als Start für eine Ernährungsumstellung, damit der so „aufgeräumte“ Körper wieder mit all den guten und gesunden Dingen aufgefüllt wird!

Welche Formen und Möglichkeiten es heutzutage alles gibt und welche Tricks man anwenden kann, um sich ein paar Tage im Verzicht zu üben, darauf werden wir in den folgenden Blog-Beiträgen näher eingehen – in den nächsten 40 Tagen 😉  Es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick in unseren Blog zu werfen!

Optiprevent-Ernährungsplan als beste Grundlage

Und wenn man schon eine Weile verzichtet, dann kann man es auch gleich richtig machen und dem Darm eine Grundsanierung verpassen. Das geht am besten mit Optiprevent – wir sagen Euch, was Eure Darmbakterien brauchen und auf was Ihr verzichten solltet!