Reizdarm-Syndrom als Ausschlußdiagnose?

Bei unklaren Verdauungsbeschwerden steht schnell die Diagnose Reizdarmsyndrom im Raum. Sie beschreibt ein typisches, chronisches Beschwerdemuster, das Bauchschmerzen und Blähungen sowie Durchfall, Verstopfung oder eine Mischform daraus umfasst.

Reizdarm nur als Ausschlußdiagnose?

Viele Jahre lang galt das Reizdarmsyndrom als eine Ausschlussdiagnose, das heißt, sie sollte erst gestellt werden, wenn alle möglichen organischen Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen wurden. Heutzutage ist es nicht mehr notwendig für eine Reizdarmdiagnose eine Darmspiegelung machen zu lassen. Die klassischen Untersuchungen für Zöliakie oder Schilddrüsenprobleme sind durch den Hausarzt durch simple Blutentnahme zu klären.

ROM IV Kriterien zur Diagnose Reizdarm

Seit Mai 2017 gibt es die sogenannten ROM IV Kriterien, die es dem Arzt erlauben die Diagnose Reizdarm-Syndrom auch ohne diese Untersuchungen zu stellen. Falls Sie dies für sich selber testen möchten, können Sie auf https://optiprevent.de/reizdarm-test/ gratis ein paar Fragen beantworten und erhalten direkt die Auswertung. Wenn in Ihrer Familie allerdings chronisch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, oder andere Darmentzündungen oder Darmkrebs vorliegt, ist eine Darmspiegelung natürlich weiterhin sinnvoll.

Das OPTIPREVENT Konzept verbindet die wichtigsten Faktoren

In den letzten Jahren hat sich zunehmend der Verdacht erhärtet, dass in den meisten Fällen von Reizdarmsyndrom die Darmflora eine entscheidende Rolle spielt. Daher ist es wichtig, diese insbesondere durch eine individuell angepasste Ernährung und ggf. unterstützenden Präparaten wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu passt auch, dass in Untersuchungen eine FODMAP-arme Ernährung von allen Ernährungstherapien den größten Erfolg zeigte – diese fließt in vielen Fällen der OPTIPREVENT-Pläne mit ein und wird auf die Person entsprechend angepasst.

In wenigen Fällen kann es sein, dass die OPTIPREVENT-Ernährungsanpassung nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann empfehlen wir, folgende mögliche organische Ursachen ärztlich abklären zu lassen:

  • Schilddrüsenunter- oder -überfunktion
  • Glutenunverträglichkeit/Zöliakie
  • Kohlenhydratintoleranzen
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Bauchspeicheldrüsenschwäche
  • Probleme mit der Galle (wie Gallensäureverlustsyndrom)
  • Nahrungsmittelallergien
  • Darmpolypen und bösartige Magen-Darmerkrankungen

Bei dem Großteil der Reizdarmpatienten hat eine FODMAP-arme Ernährung bzw. deren individuelle Anpassung, die über einen bestimmten Zeitraum durchgezogen wurde, die meisten Erfolge gezeigt. Und genau das bietet das maßgeschneiderte Ernährungskonzept von OPTIPREVENT!