Vom Heilfasten über Basenfasten zum Intervallfasten

Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit! Allein die Tatsache, dass das Fasten hierzulande in unseren religiösen Anschauungen verankert ist zeigt uns schon, dass wir es nicht mit einer neumodischen Erscheinung zu tun haben! Fasten in all seinen Facetten wird schon seit langer Zeit in allen Kulturen praktiziert. Und dabei ging und geht es nicht ausschließlich um die seelische Reinigung sondern vielmehr um einen ganzheitlichen Ansatz, um Körper und Geist gesund zu erhalten.

Aber was genau meinen wir denn mit fasten? Es geht ja beim Fasten tatsächlich darum, eine Zeit lang auf die Nahrungsaufnahme zu verzichten oder aber die Nahrungsaufnahme sehr einzuschränken. Das Fasten soll Körper und Geist „reinigen“ und vor allem dazu beitragen, dass der Körper sich regeneriert und entgiftet. Denn unser Körper ist evolutionär nicht darauf eingestellt, dauerhaft mit Nahrung versorgt zu werden und sich rund um die Uhr auf die Verdauung zu konzentrieren. Eine Fasten-Kur kann man also auch als eine Art „Reset“ betrachten, den Körper und Geist einfach mal „runterfahren“, um danach einen „Neustart“ zu beginnen. Und somit eignen sich Fastenkuren auch gut als Ausgangspunkt für eine anschliessende Darmsanierung und daran gekoppelt eine langfristige Ernährungsumstellung. Schliesslich möchte man ja nicht nur die dabei verlorenen Pfunde nicht wieder zurück haben, sondern auch die gewonnene Vitalität und Beschwerdefreiheit beibehalten. Und somit eignen sich Fasten-Kuren sehr gut als Start für eine Diät, was im ursprünglichen Sinne nämlich nichst anderes bedeutet als „Lebensweise“.

Aber welche Arten von Fasten gibt es denn nun? Im Folgenden möchten wir die derzeit bekanntesten bzw. angesagtesten Arten zu Fasten ganz kurz vorstellen.

Der Verzicht auf feste Nahrung

Die bekannteste Form ist sicherlich das Heilfasten. Beim Verzicht auf feste Nahrung gibt es verschiedene Varianten, die unter dem Fasten-Begriff zusammengefasst werden können: z.B. Buchinger-Fasten, Saftfasten, Molke-Fasten, etc.. Das grundlegende Prinzip dabei ist, auf die Zufuhr fester Nahrung eine Zeit lang zu verzichten. Wichtig ist hingegen, wenn man schon auf feste Nahrung verzichtet, ausreichend Flüssigkeit zuzuführen.

Das Säure-Basen-Verhältnis beachten

Die sicherlich etwas weniger drastische Variante des Fastens ist da das sogenannte Basenfasten. Hierbei geht es vor allen Dingen darum, das Säure-Basen-Verhältnis im Körper wieder auszugleichen. Die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, werden hierfür in 2 Gruppen aufgeteilt: die Säurebildner und die Basenbildner. Beim Basenfastens soll also auf alles, was im Körper sauer verstoffwechselt wird (z.B. Fleisch, Milch, Eier, Weißmehl) eine Zeit lang verzichtet werden.

Essen nach Zeit

Teilzeitfasten, Intervallfasten, intermittierendes Fasten oder Dinner-Cancelling sind die Synonyme für diese Art des zeitlich begrenzten Fastens. Es geht um einen eher kurzzeitigen dafür regelmäßigen Verzicht der Nahrungsaufnahme. Dabei haben sich 2 Formen der Essen-nach-Zeit-Regel am meisten etabliert: Beim sogenannten 16/8 verzichtet man 16 Stunden lang auf Nahrung (nur kalorienfreie Getränke sind erlaubt) und die restlichen 8 Stunden darf man essen. Nach der  5/2-Regel sollte man hingegen an 2 Tagen in der Woche fasten und darf dafür an den restlichen 5 Tagen normal essen.

Nach und – im Fall des Intervall-Fastens – während des Fastens ist eine ausgewogenen Ernährungsweise jedoch sicherlich die bessere Wahl, um den Fastenerfolg zu erhalten. Und natürlich ist ausreichend Bewegung auch während des Fastens wichtig, um den Stoffwechsel und die Reinigungsprozesse zu unterstützen.

Hinweis: Bei allen diesen Fasten-Arten ist zu beachten, dass es nicht für jedermann geeignet ist: Fasten kann sehr belastend für den Körper sein und darf deshalb bei bestimmten Krankheiten und unter bestimmten Bedingungen nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden!